Alle Faktoren analysieren
Der prozentuale Anteil produktiver Papageien– und Sittichpaare am Gesamtbestand der in Menschenobhut gehaltenen Paare ist, trotz verbesserter Haltungs– und Fütterungsmethoden, nach wie vor sehr niedrig. Nicht selten kommt es nicht einmal zur Eiablage, Eier sind unbefruchtet oder aber die Embryonen sterben bereits im Ei oder während des Schlupfvorganges ab.
Neben Gründen des allgemeinen Zuchtmanagement wie Unterbringung, Fütterung und Umweltbedingungen, sind es vor allem auch medizinische Probleme, die zu diesen Störungen führen können.
Ziel einer Zuchttauglichkeitsuntersuchung ist es, alle Faktoren, welche die Zucht negativ beinflussen können, zu analysieren und den wahren Grund für die fehlende Nachzucht zu finden und zu beseitigen.
Eine Zuchttauglichkeitsuntersuchung umfasst:
- Beurteilung der Haltungsbedingungen
- Ausführliche Erhebung des Vorberichtes
- Gründliche klinische Untersuchung beider Partner
- Endoskopische Untersuchung mit Beurteilung der Geschlechtsorgane sowie allen anderenšsichtbaren Organen (u.A. Leber, Milz, Niere, Nebenniere, Lunge, Luftsäcke, Herz, Mägen)
- Biopsieentnahme zur feingeweblichen Untersuchung (nach Bedarf)
- Labordiagnostische Untersuchung (nach Bedarf)
- bakteriologische und mykologische Untersuchungen
- hämatologische Untersuchungen
- klinisch-chemische Untersuchungen
- serologische Untersuchungen
- Zusammenfassung, Beurteilung und Empfehlungen